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Aegir (auch bekannt als Hlér - die gebräuchliche schwedische Form ist Ägir) ist ein Jotunn des Meeres in der nordischen Mythologie. Er ist die Verkörperung der Macht des Meeres. Er war auch dafür bekannt, aufwändige Feste für die Asen zu veranstalten, die ihn aufgrund der großen Anzahl an Kesseln, die er besitzt, zu ihrem Gastgeber in der Hymiskviða machen.

Aegir in der nordischen Mythologie

In Snorri Sturlusons Skáldskaparmál wird Aegir mit Gymir und Hlér identifiziert, die auf der Insel Hlésey lebten. An anderer Stelle ist Gymir jedoch der Name des Jotunn, des Vaters des schönen Mädchens Gerðr (der Frau von Freyr) und des Ehemanns von Aurboða.

In der Lokasenna veranstaltet er ein Fest für die Götter, bei dem er das Bier liefert, das in einem riesigen Topf oder Kessel gebraut wird, der von Tyr zur Verfügung gestellt wird. Während des Festes kommt Loki herein und beginnt, die Götter der Reihe nach zu beleidigen.

Aegir | Nordischer Gott
Dies führt dazu, dass Loki schließlich bis zum Ragnarök eingekerkert wird. Die Geschichte, wie Tyr den Kessel für das Brauen besorgt, wird in der Hymiskviða erzählt. In der Prosaüberschrift von Lokasenna heißt es, dass seine Halle ein mit hellem Gold beleuchteter Ort des Heiligtums ist, in dem sich das Bier von selbst ergießt.

Aegirs Ursprünge und Familie

In vielen Versionen der Mythen wird er als Jotunn dargestellt, in manchen jedoch auch nicht. In einigen Texten wird er als etwas Älteres als die Jotunn bezeichnet, und seine Herkunft ist ungeklärt:

Aegir (das Meer) soll wie seine Brüder Kari (die Luft) und Logi (das Feuer) einem älteren Göttergeschlecht angehört haben, denn er gehörte weder zu den Äsir noch zu den Vanir, den Riesen, Dvergar oder álfar, sondern galt in seinem Reich als allmächtig.

Aegir müsste also ein Riese sein. Die Bruderschaft von Kari, Aegir und Loki ist jedoch höchstwahrscheinlich nur symbolisch, da sie die Elemente des klassischen Mythos darstellen.

Aegir ist ein Sohn von Fornjótr, einem Jotunn, und Bruder von Logi (Feuer) und Kári (Wind). Aegir soll mit seiner Frau Rán neun Töchter gehabt haben. Seine Töchter nannte man die Wogenmädchen. Sie hießen Bára (oder Dröfn), Blóðughadda, Bylgja, Dúfa, Hefring, Himinglæva, Hrönn, Kólga und Unnr, wobei jeder Name eine andere Eigenschaft der Meereswellen widerspiegelt.

Snorri führt sie zweimal im Skáldskaparmál auf, wobei er in einem Fall Bára durch Dröfn ersetzt. Heimdall wird als der Sohn von neun Jungfrauen beschrieben, die manchmal als Wellen dargestellt werden. Aegirs Töchter können diese Jungfrauen sein, müssen es aber nicht.

Aegir | Nordischer Gott

 

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